Tipps und Tricks :


Ich befeuere meinen Kachelofen/Kamin zum ersten mal!

Wenn man sein neues Schmuckstück zum ersten mal befeuert, sollte
man folgendes beachten :
Nach der Trocknungszeit von ca. 2-3 Wochen sollte der neue
Kachelofen/Kamin vorsichtig angeheizt werden. Das bedeutet nicht zuviel
Holz mit einmal auflegen und die Verbrennungsluft auf groß stellen.
Lieber öfter heizen mit nicht zuviel Brennstoff, als den Kachelofen/Kamin
überheizen. Durch diese Art des Heizens in den ersten acht Tagen vermeidet
man eine evtl. Rissbildung. Nach der Phase des Trockenheizens kann der
Kachelofen, wie in der beiliegenden Bedienungsanleitung beschrieben,
befeuert werden. Fragen zu diesem Thema? Mailen Sie uns einfach,
wir helfen Ihnen gern.


Was ist, wenn beim Anheizen mein Kachelofen qualmt?

Sie heizen Ihren Kachelofen an und dieser zieht nicht richtig? Dies liegt
in der Regel am mangelnden Zug im Schornstein. Zum einen kann es sein,
dass Ihr Kachelofen/Kamin zu wenig Verbrennungsluft bekommt.
Öffnen Sie deshalb den Verbrennungslufthebel beim Anheizen immer
vollständig. Erst wenn das Holz richtig brennt, drosselt man die
Verbrennungsluft. Zum Zweiten kann mangelnder Zug an einer
Kaltluftsäule im Schornstein liegen. Diese entsteht meist in der Übergangszeit
im Frühjahr oder im Herbst an sonnigen Tagen. Hierbei ist dann die Luft im
Schornstein kälter (also schwerer) als die Luft im Freien. So fehlt der
Unterdruck im Schornstein, dieser zieht also nicht. Um hier Abhilfe zu s
chaffen öffnet man die Schornsteintür (Reinigungstür meist im Keller),
brennt im Schornstein ein Blatt Zeitungspapier an und erwärmt so die
Luftsäule direkt im Schornstein. Durch das Erwärmen erhält der
Schornstein seinen natürlichen Auftrieb (Zug). Achten Sie bitte darauf,
Ihren Kachelofen regelmäßig vom Fachmann reinigen zu lassen. Verstopfte
 Rauchgaszüge können ebenfalls Ursache von Zugproblemen und
Qualmbelästigung sein. Sollten Probleme anderer Art auftreten, i
nformieren Sie uns. Wir versuchen kurzfristig Abhilfe zu schaffen.


Was ist, wenn die Scheibe bei meinem Kamin verrußt?

Da in Ihrem Kachelofen/Kamin eine Verbrennung stattfindet, entstehen
wie bei jeder Verbrennung Rückstände in Form von Ruß und
Ascheteilchen, die eine Scheibe nie so aussehen lassen wie neu gekauft.
Das ist leider nicht zu ändern. Allerdings haben moderne Heizeinsätze
eine integrierte Scheibenspülung, die die Verschmutzung der Scheibe
minimiert. Sollte Ihre Scheibe trotzdem öfters stark verrußen, kann
dies an zwei Ursachen liegen. Die eine ist die Beschaffenheit des Brennstoffes.
Haben Sie etwas verbrannt, was nicht in den Ofen gehört? Ist Ihr Holz
möglicherweise noch zu feucht? In den Kachelofen/Kamin gehört ausschließlich
sauberes abgelagertes Holz. Die Restfeuchte des Holzes sollte unter
23liegen. Dies erreicht man durch eine 2 bis 3-jährige Lagerung. Zum
zweiten wird das Verrußen der Scheibe durch eine unvollständige
Verbrennung gefördert. Achten Sie auf genügend Verbrennungsluftzufuhr
und überprüfen sie den Zug des Schornsteins. Ihr Schornsteinfeger hilft
Ihnen dabei gern.

Tipp: Holz verbrennt am Besten und nahezu rauchfrei "von oben nach
unten". Legen Sie die komplette Holzmenge auf, die großen Scheite
nach unten und kleines gespaltenes Anzündholz obendrauf. Zünden
Sie die kleinen Scheite im oberen Drittel des Feuerraumes an. Das Feuer
"frisst" sich dann von oben nach unten durch. Und Sie werden sehen:
Die Scheibe bleibt wesentlich länger sauber!



Wenn der Kachelofen/Kamin gereinigt werden muss?

In verschiedenen Abständen sollte eine Feuerstätte gereinigt werden.
Man erkennt dies daran, dass der Zug des Ofens nicht mehr so ist wie
am Anfang. Dies entsteht durch Ablagerung von Flugasche in den
Rauchrohren und Heizgaszügen. Holz verbrennt sehr gut, aber nicht
ganz rückstandsfrei. So sollte man in regelmäßigen Abständen, je nach
 Nutzung zwischen 1 - 3 Jahren, den Kachelofen/Kamin reinigen lassen.
Wenden Sie sich an uns. Wir reinigen Ihren Ofen unkompliziert und schnell.



Was ist der richtige Brennstoff?

Auch im Bereich Kachelofen/Kamin ist der ökologische Faktor nicht
mehr wegzudenken. Hier wird schon längst nicht mehr alles verbrannt.
Zeitungen, Papier und sonstiger Hausmüll haben im Kachelofen
nichts verloren. Die meisten Feuerstätten sind heute für die Verbrennung
von reinem Holz ausgelegt. Das Holz sollte naturbelassen sein und keine
Rückstände von Farben, Beizen o.ä. haben. Es sollte lufttrocken sein,
das bedeutet es sollte eine entsprechende Zeit abgelagert werden.
Über einen Holzhändler können Sie gern Ihr Holz beziehen. Die Verbrennung
von Kohle ist in bestimmten Einsätzen möglich. Man muss hierbei beachten,
dass die Verbrennung von Kohle wesentlich mehr Sauerstoff benötigt
und der Ascheanfall ebenfalls größer ist als bei der reinen Holzverbrennung.
Anthrazit und Steinkohle sind für die Befeuerung des Kachelofens nicht geeignet.


Wie heize ich richtig?

Heizen ist eigentlich ganz einfach, sofern man ein paar Grundregeln beachtet.
Man sollte seinen neuen Kachelofen/Kamin mit einem Auto vergleichen.
Wenn man dieses von Beginn an immerzu mit vollem Gas im ersten Gang fährt,
kann man sich ausrechnen, wann der Motor kaputt ist. Legen Sie also nie
übermäßig viel Brennstoff auf. Hier gilt die Regel: Lieber einmal mehr,
dafür nicht zuviel. Andererseits sollten Sie Ihren Ofen/Kamin auch
nicht ständig auf "Sparflamme" betreiben, sonst werden die erforderlichen
Temperaturen für eine saubere Verbrennung nicht erreicht. Wenn Sie sich
unsicher sind, lesen Sie in der Bedienungsanleitung nach oder fragen
Sie Ihren Kachelofenbauer nach der optimalen Holzmenge. Geben Sie
beim Anheizen genügend Verbrennungsluft, d.h. öffen Sie den Luftschieber
am Anfang ganz. Nach ca. 20 min drosselt man die Luftzufuhr etwas.
Und ist der Brennstoff durchgebrannt, schließt man die Verbrennungsluft
ganz. Bei Warmluftkachelöfen/-kaminen ist stets darauf zu achten, dass die
warme Luft aus dem Ofen austreten kann. Hierzu müssen Rohrtüren und
Jalousien immer geöffnet sein.


Welches Holz eignet sich am Besten zum Befeuern meines 
Kamins oder Kachelofens?

Nicht jedes Holz ist für jeden Zweck gleich gut. Hier eine kleine Übersicht
geeigneter Holzarten:
• Buche - hält lange vor, entwickelt viel Glut, bestes Kaminholz
• Esche - ist der Buche gleichzusetzen, ist aber auch seltener
• Birke - gutes Kaminholz (blaue Flamme durch ätherische
Öle im Holz), brennt schneller ab als Buche
• Fichte/Kiefer - Nadelhölzer neigen zu Funkenflug durch hohe
Harzanteile. Nur in geschlossenen Öfen verwenden. Als Späne
aber ein gutes Anmachholz
• Erle - schnell abgebrannt, wenig nachhaltig, deshalb
gutes Sommerholz, wenn es sowieso schon heiß genug ist
• Eiche - entwickelt wenig Glut, etwas Funkenflug und wenig
Flamme. Brennt aber z.B. im Kachelofen sehr lang. Den
Geruch muss man mögen.


Zündhilfen

Hier sollen weder Papierabfälle noch Zeitungen verwendet
werden. Kleingespaltenes Holz aufschichten oder natürliche
Anzündhilfen verwenden. Beim "Anzünden" gilt die Regel,
so schnell wie möglich ein kräftiges Holzfeuer entwickeln.